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RADIO - HR2/1298: Woche vom 28.11. bis 04.12.2022


Radioprogramm hr – Hessen 2 – 48. Woche vom 28.11. bis 04.12.2022


Montag, 28. November 2022


00:00 Nachrichten und Wetter (3 Min.)


00:03 Das ARD-Nachtkonzert (I) (117 Min.)
Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)
Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)
Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)
Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht


06:00 Am Morgen (180 Min.)
Inspiriert und entspannt in den Tag mit dem Besten aus der klassischen Musik, mit neuen Buch- und Hörbuchideen und mit einem Überblick über die Kulturthemen des Tages.
6:30 Zuspruch
7:40 Frühkritik
Nachrichten und Wetter jeweils zur vollen Stunde.


09:00 Lesung (30 Min.)
José Saramago: Das Evangelium nach Jesus Christus (11/15)

"Es lebten Josef und Maria in einem kleinen Ort mit Namen Nazareth, an einem Fleck von wenig und wenigen, im Lande Galiläa. Sie bewohnten ein Haus, das, fast allen anderen gleich, eher ein ungefüger Würfel aus Lehmziegeln war" – so beginnt Saramagos Erzählung von Jesus' Leben. Wir senden eine gekürzte Lesung des großen Romans – zum 100. Geburtstag des portugiesischen Literaturnobelpreisträgers. In der Geschichte von José Saramago hat Jesus schon ein gewaltiges Päckchen zu tragen. Da ist die Schuld seines Vaters, die im Jugendalter auf ihn übergeht: Nach Herodes Ankündigung, alle Jungen von Bethlehem zu töten, weil unter ihnen der neugeborene König der Juden sei, rettet Joseph nur seine eigene Familie und flieht mit seiner Frau Maria und dem Kind zurück nach Nazareth – anstatt alle Familien des Ortes zu warnen. Doch wie lebt man damit, der einzige Überlebende seiner Alterskohorte zu sein, während alle anderen dem Zorn des Herodes zum Opfer gefallen sind? Nur eines von vielen Beispielen, in welcher Weise José Saramago in seinem Roman "Das Evangelium nach Jesus Christus" die Bibel befragt und der Christusfigur menschliche Züge verleiht. In dieser Version der Geschichte geht Jesus lebenshungrig und sinnenfroh, aber auch ängstlich und zweifelnd durch die Welt. Im Gespräch mit Gott erfährt er schließlich auch von der Zukunft der Christenheit, inklusive so dunkler Kapitel wie Inquisition und Kreuzzüge. Bei Erscheinen des Buchs vor mehr als 30 Jahren hat Saramagos Kirchenkritik hohe Wellen geschlagen. Heute kann man die Geschichte wohl gelassener als kritische Auseinandersetzung mit der Bibel auffassen, bei der dem alten Text auch viel Spannung und neues Leben einhaucht wird. José Saramago (1922-2010) wurde in Azinhaga in der portugiesischen Provinz Ribatejo geboren. Er entstammt einer Landarbeiterfamilie und arbeitete als Maschinenschlosser, technischer Zeichner und Angestellter. Später war er Mitarbeiter eines Verlags und Journalist, bevor er Schriftsteller wurde. Während der Salazar-Diktatur gehörte er zur Opposition. Den Nobelpreis für Literatur erhielt er im Jahr 1998. Wir senden eine gekürzte Fassung des umfangreichen Romans "Das Evangelium nach Jesus Christus" in einer Bearbeitung von Heide Böwe. Der bekannte österreichische Schauspieler Cornelius Obonya hat den Roman gelesen, die Regie führte Götz Frisch.

MDR 2006
Buchangaben: José Saramago: Das Evangelium nach Jesus Christus
Deutsch von Andreas Klotsch
Hoffmann & Campe, 2018


09:30 Am Vormittag (150 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.

Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Beethoven: Egmont-Ouvertüre (hr-Sinfonieorchester / Hugh Wolff)
•Wagner: "Die Meistersinger von Nürnberg" – Fliedermonolog des Sachs (Bryn Terfel,
•Brahms: 2. Klaviersonate fis-Moll op. 2 (Hélène Grimaud)
•Fauré: Masques et bergamasques op. 112 (RSO Wien / Bertrand de Billy)
•Demachi: Sinfonie F-Dur "Le campane di Roma" (Europa Galante / Fabio Biondi)
•Quantz: Flötenkonzert d-Moll (Frank Theuns, Traversflöte / Les Buffardins)
•Massenet: Méditation aus "Thais" (Joshua Bell, Violine / Royal Philharmonic Orchestra / Andrew Litton)


12:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit Jeffrey Bossin, "Glöckner von Berlin"


13:00 Am Mittag (90 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.

Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Bach: Konzert für zwei Violinen und Streicher d-Moll BWV 1043 (Shunske Sato / Zefira
•Mozart: Bläserserenade c-Moll KV 388 "Nacht Musique" (MIB Wind Ensemble)
•Schubert: Impromptu c-Moll D 899 Nr. 1 (Mitsuko Uchida, Klavier)
•Händel: "Hornpipe" aus der Wassermusik HWV 349 (Akademie für Alte Musik)
•Warren: Heather Hill (Südwestdeutsches Kammerorchester / Douglas Bostock)


14:30 Lesung (30 Min.)
José Saramago: Das Evangelium nach Jesus Christus (11/15)

"Es lebten Josef und Maria in einem kleinen Ort mit Namen Nazareth, an einem Fleck von wenig und wenigen, im Lande Galiläa. Sie bewohnten ein Haus, das, fast allen anderen gleich, eher ein ungefüger Würfel aus Lehmziegeln war" – so beginnt Saramagos Erzählung von Jesus' Leben. Wir senden eine gekürzte Lesung des großen Romans – zum 100. Geburtstag des portugiesischen Literaturnobelpreisträgers. In der Geschichte von José Saramago hat Jesus schon ein gewaltiges Päckchen zu tragen. Da ist die Schuld seines Vaters, die im Jugendalter auf ihn übergeht: Nach Herodes Ankündigung, alle Jungen von Bethlehem zu töten, weil unter ihnen der neugeborene König der Juden sei, rettet Joseph nur seine eigene Familie und flieht mit seiner Frau Maria und dem Kind zurück nach Nazareth – anstatt alle Familien des Ortes zu warnen. Doch wie lebt man damit, der einzige Überlebende seiner Alterskohorte zu sein, während alle anderen dem Zorn des Herodes zum Opfer gefallen sind? Nur eines von vielen Beispielen, in welcher Weise José Saramago in seinem Roman "Das Evangelium nach Jesus Christus" die Bibel befragt und der Christusfigur menschliche Züge verleiht. In dieser Version der Geschichte geht Jesus lebenshungrig und sinnenfroh, aber auch ängstlich und zweifelnd durch die Welt. Im Gespräch mit Gott erfährt er schließlich auch von der Zukunft der Christenheit, inklusive so dunkler Kapitel wie Inquisition und Kreuzzüge. Bei Erscheinen des Buchs vor mehr als 30 Jahren hat Saramagos Kirchenkritik hohe Wellen geschlagen. Heute kann man die Geschichte wohl gelassener als kritische Auseinandersetzung mit der Bibel auffassen, bei der dem alten Text auch viel Spannung und neues Leben einhaucht wird. José Saramago (1922-2010) wurde in Azinhaga in der portugiesischen Provinz Ribatejo geboren. Er entstammt einer Landarbeiterfamilie und arbeitete als Maschinenschlosser, technischer Zeichner und Angestellter. Später war er Mitarbeiter eines Verlags und Journalist, bevor er Schriftsteller wurde. Während der Salazar-Diktatur gehörte er zur Opposition. Den Nobelpreis für Literatur erhielt er im Jahr 1998. Wir senden eine gekürzte Fassung des umfangreichen Romans "Das Evangelium nach Jesus Christus" in einer Bearbeitung von Heide Böwe. Der bekannte österreichische Schauspieler Cornelius Obonya hat den Roman gelesen, die Regie führte Götz Frisch.

MDR 2006
Buchangaben: José Saramago: Das Evangelium nach Jesus Christus
Deutsch von Andreas Klotsch
Hoffmann & Campe, 2018


15:00 Am Nachmittag (180 Min.)

Gut informiert mit dem aktuellen Kulturgespräch und entspannter Musik durch den Nachmittag.


18:00 Der Tag (60 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven

Tagesgeschehen um die Ecke gedacht


19:00 Hörbar (60 Min.)

Musik grenzenlos und global – Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich


20:00 Chor und Orchester des Niederländischen Rundfunks in Utrecht (150 Min.)
mit der Dirigentin Karina Canellakis

Neue Musik von gestern und heute – das boten der Niederländische Radiochor, die Niederländische Radio-Philharmonie und einige Solistinnen und Solisten in Utrecht. Im Gepäck hatten sie unter anderem Werke des zeitgenössischen Komponisten Jacob ter Veldhuis – und von Lili Boulanger, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur Avantgarde Frankreichs gehörte.
Izabela Matula, Sopran
Julie Boulianne, Mezzosopran
Jean-François Borras, Tenor
Jean-Sébastien Bou, Bariton
Niederländischer Rundfunkchor
Niederländische Radio-Philharmonie
Leitung: Karina Canellakis
Jacob ter Veldhuis (*1951): Paradiddle für großen Chor und Orchester (UA)
Lili Boulanger: Faust et Hélène
Verdi: Quattro pezzi sacri
(Aufnahme vom 16. September 2022 aus dem TivoliVredenburg)

In ihrer Kantate "Faust et Hélène" bezieht sich Lili Boulanger auf den zweiten Teil von Goethes "Faust": Faust wünscht sich die schöne antike Helena herbei – was aber auch die Geister der trojanischen Kämpfer auf den Plan ruft, die im Kampf um sie einst ihr Leben lassen mussten. Mit ihrer Kantate gewann Lili Boulanger 1913 den Prix de Rome – als erste Frau überhaupt. Damit waren ab sofort auch Frauen in der Villa Medici zugelassen. Auch der Niederländer Jacob ter Veldhuis wurde international durch einen Wettbewerb bekannt, als er 1980 den Kompositionspreis der Niederlande erhielt. "Ich pfeffere meine Musik mit Zucker", sagt ter Veldhuis über seinen Kompositionsstil, der weniger an die abstrakte Avantgarde-Musik anknüpft als vielmehr an die Popmusik. So setzt er in seiner Musik gern auch mal eine Boombox und groovige Rhythmen ein. Sein neuestes Stück "Paradiddle" fußt auf Texten des antiken Dichters Lucretius – und ist dem Niederländischen Radiochor und der Niederländischen Radio-Philharmonie gewidmet. Die Musikerinnen und Musiker griffen als Kontrast dazu auf ein romantisch-geistliches Werk zurück: die "Vier Geistlichen Stücken" oder "Quattro Pezzi Sacri" von Giuseppe Verdi.

Anschließend:
Marais: Suite für Viola da Gamba und Basso continuo A-Dur (Jérôme Hantaï und Alix Verzier, Gambe / Pierre Hantaï, Cembalo) Saint-Saëns: 2. Klaviertrio e-Moll op. 92 (Trio Zadig)


22:30 Jazz Now (30 Min.)

Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen
Am Mikrofon: Jürgen Schwab
Heute mit:
Martial Solal: Live in Ottobrunn
Christoph Grab: Blossom
Fischermanns Orchestra: Space Friction


23:00 – 24:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit Jeffrey Bossin, "Glöckner von Berlin"

*

Dienstag, 29. November 2022


00:00 Nachrichten und Wetter (3 Min.)


00:03 Das ARD-Nachtkonzert (I) (117 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Robert Schumann: Fantasie C-Dur, op. 131 (Iskandar Widjaja, Violine; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Christoph Eschenbach); Claude Debussy: Sonate g-Moll (Sinn Yang, Violine; Marco Grisanti, Klavier); Joseph Haydn: Symphonie Nr. 97 C-Dur (Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Ton Koopman); Richard Wagner: "Wesendonck-Lieder" (Angela Denoke, Sopran; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Ingo Metzmacher); Nikolaj Rimskij-Korsakow: "Schneeflöckchen", Suite (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin: Michail Jurowski); Igor Strawinsky: "Psalmensinfonie" (Rundfunkchor Berlin; Berliner Philharmoniker: Simon Rattle)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Giuseppe Verdi: "Les vêpres siciliennes", Le quattro stagioni (Bournemouth Symphony Orchestra: José Serebrier); Maurice Ravel: Klaviertrio a-Moll (The Florestan Trio); Elisabeth Jacquet de la Guerre: "Samson" (Isabelle Desrochers, Sopran; Les Voix Humaines); Antonio Casimir Cartellieri: Parthia Nr. 1 Es-Dur (Consortium Classicum); Carlos Jimenez Mabarak: "Ballade vom Hirschen und vom Mond" (Philharmonisches Orchester Mexiko: Fernando Lozano)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Ralph Vaughan Williams: "Five mystical songs" (Michael Leighton Jones, Bariton; Jonathan Bradley, Klavier; TinAlley String Quartet; Choir of Trinity College); Leopold Godowsky: Passacaglia (Konstantin Scherbakov, Klavier); Jean-Marie Leclair: Violinkonzert D-Dur, op. 7, Nr. 2 (Luis Otavio Santos, Violine; Les Muffatti)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Jacob Rosenhain: Klavierkonzert d-Moll, Presto spirituoso, op. 73 (Tasmanian Symphony Orchestra: Howard Shelley); Giovanni Legrenzi: "La Torriana" (Parnassi musici); Alexander Glasunow: "Mazurka-Obèreque" (Itzhak Perlman, Violine; The Abbey Road Ensemble: Lawrence Foster); Wilhelm Stenhammar: "Reverenza" (Göteborger Sinfoniker: Neeme Järvi); Sergej Prokofjew: "Cinderella", Galopp, op. 87 (Martha Argerich, Michail Pletnev, Klavier); Jean-Baptiste Farinel: Suite Nr. 1 g-Moll (Capella Agostino Steffani: Lajos Rovatkay); August Klughardt: Concertino, op. 18 (Orchestra della Svizzera Italiana Lugano, Oboe und Leitung: Hansjörg Schellenberger)


06:00 Am Morgen (180 Min.)
Inspiriert und entspannt in den Tag mit dem Besten aus der klassischen Musik, mit neuen Buch- und Hörbuchideen und mit einem Überblick über die Kulturthemen des Tages.
6:30 Zuspruch
7:40 Frühkritik
Nachrichten und Wetter jeweils zur vollen Stunde.


09:00 Lesung (30 Min.)
José Saramago: Das Evangelium nach Jesus Christus (12/15)

"Es lebten Josef und Maria in einem kleinen Ort mit Namen Nazareth, an einem Fleck von wenig und wenigen, im Lande Galiläa. Sie bewohnten ein Haus, das, fast allen anderen gleich, eher ein ungefüger Würfel aus Lehmziegeln war" – so beginnt Saramagos Erzählung von Jesus' Leben. Wir senden eine gekürzte Lesung des großen Romans – zum 100. Geburtstag des portugiesischen Literaturnobelpreisträgers. In der Geschichte von José Saramago hat Jesus schon ein gewaltiges Päckchen zu tragen. Da ist die Schuld seines Vaters, die im Jugendalter auf ihn übergeht: Nach Herodes Ankündigung, alle Jungen von Bethlehem zu töten, weil unter ihnen der neugeborene König der Juden sei, rettet Joseph nur seine eigene Familie und flieht mit seiner Frau Maria und dem Kind zurück nach Nazareth – anstatt alle Familien des Ortes zu warnen. Doch wie lebt man damit, der einzige Überlebende seiner Alterskohorte zu sein, während alle anderen dem Zorn des Herodes zum Opfer gefallen sind? Nur eines von vielen Beispielen, in welcher Weise José Saramago in seinem Roman "Das Evangelium nach Jesus Christus" die Bibel befragt und der Christusfigur menschliche Züge verleiht. In dieser Version der Geschichte geht Jesus lebenshungrig und sinnenfroh, aber auch ängstlich und zweifelnd durch die Welt. Im Gespräch mit Gott erfährt er schließlich auch von der Zukunft der Christenheit, inklusive so dunkler Kapitel wie Inquisition und Kreuzzüge. Bei Erscheinen des Buchs vor mehr als 30 Jahren hat Saramagos Kirchenkritik hohe Wellen geschlagen. Heute kann man die Geschichte wohl gelassener als kritische Auseinandersetzung mit der Bibel auffassen, bei der dem alten Text auch viel Spannung und neues Leben einhaucht wird. José Saramago (1922-2010) wurde in Azinhaga in der portugiesischen Provinz Ribatejo geboren. Er entstammt einer Landarbeiterfamilie und arbeitete als Maschinenschlosser, technischer Zeichner und Angestellter. Später war er Mitarbeiter eines Verlags und Journalist, bevor er Schriftsteller wurde. Während der Salazar-Diktatur gehörte er zur Opposition. Den Nobelpreis für Literatur erhielt er im Jahr 1998. Wir senden eine gekürzte Fassung des umfangreichen Romans "Das Evangelium nach Jesus Christus" in einer Bearbeitung von Heide Böwe. Der bekannte österreichische Schauspieler Cornelius Obonya hat den Roman gelesen, die Regie führte Götz Frisch.

MDR 2006
Buchangaben: José Saramago: Das Evangelium nach Jesus Christus
Deutsch von Andreas Klotsch
Hoffmann & Campe, 2018
Mehr zu den Lesungen in hr2-kultur finden Sie hier.
Sendung: hr2-kultur, "Lesung", 29.11.2022, 9:05 – 9:30 Uhr.


09:30 Am Vormittag (150 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.

Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Wagner: Vorspiel zum 3. Akt "Lohengrin" (Royal Scottish National Orchestra / Neeme Järvi)
•Beethoven: 3. Klavierkonzert c-Moll op. 37 (Paul Lewis / BBC Symphony Orchestra / Jirí Belohlávek)
•Mendelssohn: 2. Cellosonate D-Dur op. 58 (Julian Steckel / Paul Rivinius, Klavier)
•Chopin: Nocturnes op. 48 für Klavier (Gergely Bogányi)
•Platti: Oboenkonzert g-Moll (Alfredo Bernardini, Barockoboe / Ensemble Zefiro)
•Donizetti: "Don Pasquale" – Arie der Norina "Quel guardo il cavaliere" (Olga Peretyatko,
•Brahms: Akademische Festouvertüre op. 80 (hr-Sinfonieorchester / Hugh Wolff)


12:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit Bruder Paulus, "Glücks-Detektiv"


13:00 Am Mittag (90 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.

Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Caldara: "La Morte d'Abel" – Arie "Quel buon pastor son io" (Cecilia Bartoli, Mezzosopran / Il Giardino Armonico / Giovanni Antonini)
•Mozart: Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 (Sharon Kam / Österreich-Ungarische Haydn-Philharmonie)
•Eybler: Variationen über "La Folia" für Orchester (hr-Sinfonieorchester / Reinhard Goebel)
•Berlioz: "Roméo et Juliette" – "Königin Mab oder die Fee der Träume" (Philadelphia


14:30 Lesung (30 Min.)
José Saramago: Das Evangelium nach Jesus Christus (12/15)

"Es lebten Josef und Maria in einem kleinen Ort mit Namen Nazareth, an einem Fleck von wenig und wenigen, im Lande Galiläa. Sie bewohnten ein Haus, das, fast allen anderen gleich, eher ein ungefüger Würfel aus Lehmziegeln war" – so beginnt Saramagos Erzählung von Jesus' Leben. Wir senden eine gekürzte Lesung des großen Romans – zum 100. Geburtstag des portugiesischen Literaturnobelpreisträgers. In der Geschichte von José Saramago hat Jesus schon ein gewaltiges Päckchen zu tragen. Da ist die Schuld seines Vaters, die im Jugendalter auf ihn übergeht: Nach Herodes Ankündigung, alle Jungen von Bethlehem zu töten, weil unter ihnen der neugeborene König der Juden sei, rettet Joseph nur seine eigene Familie und flieht mit seiner Frau Maria und dem Kind zurück nach Nazareth – anstatt alle Familien des Ortes zu warnen. Doch wie lebt man damit, der einzige Überlebende seiner Alterskohorte zu sein, während alle anderen dem Zorn des Herodes zum Opfer gefallen sind? Nur eines von vielen Beispielen, in welcher Weise José Saramago in seinem Roman "Das Evangelium nach Jesus Christus" die Bibel befragt und der Christusfigur menschliche Züge verleiht. In dieser Version der Geschichte geht Jesus lebenshungrig und sinnenfroh, aber auch ängstlich und zweifelnd durch die Welt. Im Gespräch mit Gott erfährt er schließlich auch von der Zukunft der Christenheit, inklusive so dunkler Kapitel wie Inquisition und Kreuzzüge. Bei Erscheinen des Buchs vor mehr als 30 Jahren hat Saramagos Kirchenkritik hohe Wellen geschlagen. Heute kann man die Geschichte wohl gelassener als kritische Auseinandersetzung mit der Bibel auffassen, bei der dem alten Text auch viel Spannung und neues Leben einhaucht wird. José Saramago (1922-2010) wurde in Azinhaga in der portugiesischen Provinz Ribatejo geboren. Er entstammt einer Landarbeiterfamilie und arbeitete als Maschinenschlosser, technischer Zeichner und Angestellter. Später war er Mitarbeiter eines Verlags und Journalist, bevor er Schriftsteller wurde. Während der Salazar-Diktatur gehörte er zur Opposition. Den Nobelpreis für Literatur erhielt er im Jahr 1998. Wir senden eine gekürzte Fassung des umfangreichen Romans "Das Evangelium nach Jesus Christus" in einer Bearbeitung von Heide Böwe. Der bekannte österreichische Schauspieler Cornelius Obonya hat den Roman gelesen, die Regie führte Götz Frisch. MDR 2006

Buchangaben: José Saramago: Das Evangelium nach Jesus Christus
Deutsch von Andreas Klotsch
Hoffmann & Campe, 2018
Mehr zu den Lesungen in hr2-kultur finden Sie hier.
Sendung: hr2-kultur, "Lesung", 29.11.2022, 9:05 – 9:30 Uhr.


15:00 Am Nachmittag (180 Min.)
Gut informiert mit dem aktuellen Kulturgespräch und entspannter Musik durch den Nachmittag.


18:00 Der Tag (60 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven


19:00 Hörbar (60 Min.)
Musik grenzenlos und global – Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich


20:00 Richard Egarr und das hr-Sinfonieorchester in Frankfurt (120 Min.)

Georg Philipp Telemann und Carl Philipp Emanuel Bach waren die beiden großen musikalischen Meister im Hamburg des 18. Jahrhunderts. Ganz am "Hamburger Styl" hat der britische Dirigent Richard Egarr dieses Konzert der Reihe "Barock plus" ausgerichtet.
Sebastian Wittiber, Flöte
Liisa Randalu, Viola
Leitung: Richard Egarr
C.Ph.E. Bach: Hamburger Sinfonie F-Dur Wq. 183/3
Telemann: Bratschenkonzert G-Dur TWV 51:G9
Haydn: Sinfonie Nr. 1 D-Dur
Telemann: Flötenkonzert D-Dur TWV 51:D1
C.Ph.E. Bach: Hamburger Sinfonie D-Dur Wq. 183/1
(Aufnahme vom 18. November aus dem hr-Sendesaal)

Zu erleben ist auch eine Haydn-Sinfonie – eine, die sonst nie erklingt. Haydns erste Sinfonie steht quasi im Schatten aller seiner 103 späteren Sinfonien. Doch ist es eine Spezialität von Richard Egarr, sich genau um solche Werke abseits des üblichen Fokus' zu kümmern. Carl Philipp Emanuel Bach hatte 1768 die Ämter als Cantor Johannei und Director Musices der Stadt Hamburg von seinem verstorbenen Taufpaten Georg Philipp Telemann übernommen, und er hat die Hansestadt mit einer Reihe von "Hamburger Sinfonien" überrascht, die impulsiv und modern waren und ganz dem Lebensgefühl des aufkommenden "Sturm und Drang" entsprachen. Durchaus mit jener Exzentrik aufgeladen, wie sie einer Stadt von Welt auch heute noch gut ansteht.


22:00 Spätlese (30 Min.)


22:30 Jazz and More (30 Min.)
An den Rändern des Jazz
Am Mikrofon: Martin Kersten
Heute mit:
Julie Campiche Quartet: You Matter
Ibrahim Maalouf: Capacity To Love
Blueblut: Garden Of Robotic Unkraut


23:00 – 24:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit Bruder Paulus, "Glücks-Detektiv"

*

Mittwoch, 30. November 2022


00:00 Nachrichten und Wetter (3 Min.)


00:03 Das ARD-Nachtkonzert (I) (117 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Edvard Grieg: "Im Herbst", Konzertouvertüre (WDR Sinfonieorchester Köln: Eivind Aadland); Robert Schumann: Fantasie C-Dur, op. 17 (Matthias Kirschnereit, Klavier); E.T.A. Hoffmann: "Arlequin". Ballettmusik (Deutsche Kammerakademie Neuss: Johannes Goritzki); Carl Philipp Emanuel Bach: Sonate A-Dur, Wq 146 (Les Amis de Philippe); Marie Jaëll: Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll (Cora Irsen, Klavier; WDR Funkhausorchester: Arjan Tien)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht François-Joseph Gossec: Symphonie B-Dur, op. 6, Nr. 6 (Münchner Rundfunkorchester: Marcello Viotti); Giuseppe Verdi: Quintett e-Moll (Quintetto Avant-Garde); Jules Massenet: Klavierkonzert Es-Dur (Aldo Ciccolini, Klavier; Orchestre National de l'Opéra de Monte-Carlo: Sylvain Cambreling); Maurice Ravel: Sonate – "Sonate posthume" (Leonidas Kavakos, Violine; Péter Nagy, Klavier); Joseph Haydn: Symphonie Nr. 86 D-Dur (Orchestra of the Age of Enlightenment: Sigiswald Kuijken)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Franz Xaver Neruda: Violoncellokonzert Nr. 3 A-Dur, op. 60 (Beate Altenburg, Violoncello; Anhaltische Philharmonie Dessau: Golo Berg); Josef Suk: Klaviertrio c-Moll, op. 2 (Atos Trio); Jean-Baptiste Lully: "Alceste", Suite (Le Concert des Nations: Jordi Savall)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Joseph Haydn: Symphonie Nr. 31 D-Dur, Allegro (Scottish Chamber Orchestra: Robin Ticciati); Antonio Vivaldi: Violinkonzert d-Moll, RV 235 (Giuliano Carmignola, Violine; Venice Baroque Orchestra: Andrea Marcon); Richard Wagner: "Die Meistersinger von Nürnberg", Vorspiel aus dem 1. Aufzug (Swedish Chamber Orchestra: Thomas Dausgaard); Cécile Chaminade: Concertino, op. 107 (Manuela Wiesler, Flöte; Helsingborg Symphony Orchestra: Philippe Auguin); Jean-Baptiste Lully: "Phaeton", Ouvertüre und Tänze (European Union Baroque Orchestra: Rachel Podger); Henri Vieuxtemps: Violinkonzert Nr. 4 d-Moll, Scherzo vivace, op. 31 (Hilary Hahn, Violine; Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen: Paavo Järvi)


06:00 Am Morgen (180 Min.)
Inspiriert und entspannt in den Tag mit dem Besten aus der klassischen Musik, mit neuen Buch- und Hörbuchideen und mit einem Überblick über die Kulturthemen des Tages.
6:30 Zuspruch
7:40 Frühkritik
Nachrichten und Wetter jeweils zur vollen Stunde.


09:00 Lesung (30 Min.)
José Saramago: Das Evangelium nach Jesus Christus (13/15)

"Es lebten Josef und Maria in einem kleinen Ort mit Namen Nazareth, an einem Fleck von wenig und wenigen, im Lande Galiläa. Sie bewohnten ein Haus, das, fast allen anderen gleich, eher ein ungefüger Würfel aus Lehmziegeln war" – so beginnt Saramagos Erzählung von Jesus' Leben. Wir senden eine gekürzte Lesung des großen Romans – zum 100. Geburtstag des portugiesischen Literaturnobelpreisträgers. In der Geschichte von José Saramago hat Jesus schon ein gewaltiges Päckchen zu tragen. Da ist die Schuld seines Vaters, die im Jugendalter auf ihn übergeht: Nach Herodes Ankündigung, alle Jungen von Bethlehem zu töten, weil unter ihnen der neugeborene König der Juden sei, rettet Joseph nur seine eigene Familie und flieht mit seiner Frau Maria und dem Kind zurück nach Nazareth – anstatt alle Familien des Ortes zu warnen. Doch wie lebt man damit, der einzige Überlebende seiner Alterskohorte zu sein, während alle anderen dem Zorn des Herodes zum Opfer gefallen sind? Nur eines von vielen Beispielen, in welcher Weise José Saramago in seinem Roman "Das Evangelium nach Jesus Christus" die Bibel befragt und der Christusfigur menschliche Züge verleiht. In dieser Version der Geschichte geht Jesus lebenshungrig und sinnenfroh, aber auch ängstlich und zweifelnd durch die Welt. Im Gespräch mit Gott erfährt er schließlich auch von der Zukunft der Christenheit, inklusive so dunkler Kapitel wie Inquisition und Kreuzzüge. Bei Erscheinen des Buchs vor mehr als 30 Jahren hat Saramagos Kirchenkritik hohe Wellen geschlagen. Heute kann man die Geschichte wohl gelassener als kritische Auseinandersetzung mit der Bibel auffassen, bei der dem alten Text auch viel Spannung und neues Leben einhaucht wird. José Saramago (1922-2010) wurde in Azinhaga in der portugiesischen Provinz Ribatejo geboren. Er entstammt einer Landarbeiterfamilie und arbeitete als Maschinenschlosser, technischer Zeichner und Angestellter. Später war er Mitarbeiter eines Verlags und Journalist, bevor er Schriftsteller wurde. Während der Salazar-Diktatur gehörte er zur Opposition. Den Nobelpreis für Literatur erhielt er im Jahr 1998. Wir senden eine gekürzte Fassung des umfangreichen Romans "Das Evangelium nach Jesus Christus" in einer Bearbeitung von Heide Böwe. Der bekannte österreichische Schauspieler Cornelius Obonya hat den Roman gelesen, die Regie führte Götz Frisch. MDR 2006

Buchangaben: José Saramago: Das Evangelium nach Jesus Christus
Deutsch von Andreas Klotsch
Hoffmann & Campe, 2018


09:30 Am Vormittag (150 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.

Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Albinoni: Adagio g-Moll, bearbeitet für Violine, Orgel und Streicher (Daniel Hope / Katerina Chroboková / Zürcher Kammerorchester)
•Ljapunow: "Lesghinka" aus 12 Études d'exécution transcendante (Caroline Fischer, Klavier)
•Hoffmeister: Trompetenkonzert D-Dur (Sergej Nakarjakow / Württembergisches
•Grieg: Der letzte Frühling op. 33 Nr. 2 (Lise Davidsen, Sopran / Leif Ove Andsnes, Klavier)
•Bach: 3. Orchestersuite D-Dur BWV 1068 (Ensemble Masques)
•Mendelssohn: 4. Sinfonie A-Dur op. 90 "Italienische" (Kammerakademie Potsdam / Antonello Manacorda)
•Mozart: Divertimento KV 439b Nr. 3, bearbeitet für Bläsertrio (Trio Roseau)


12:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit einem Überraschungsgast


13:00 Am Mittag (90 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.

Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Bellini: Cavatine der Norma "Casta Diva" aus der Oper "Norma", bearbeitet für Bratsche und Klavier (Antoine Tamestit / Cédric Tiberghien)
•C.Ph.E. Bach: Oboenkonzert Es-Dur Wq 165 (Burkhard Glaetzner / Neues Bachisches Collegium Musicum / Max Pommer)
•E.T.A. Hoffmann: Harfenquintett c-Moll (Isabelle Moretti / Parisii-Quartett)
•Bach: Präludien und Fugen Nr. 1 – 3 aus dem zweiten Band des Wohltemperierten Klaviers BWV 870 – BWV 872 (Daniel Barenboim)


14:30 Lesung (30 Min.)
José Saramago: Das Evangelium nach Jesus Christus (13/15)

"Es lebten Josef und Maria in einem kleinen Ort mit Namen Nazareth, an einem Fleck von wenig und wenigen, im Lande Galiläa. Sie bewohnten ein Haus, das, fast allen anderen gleich, eher ein ungefüger Würfel aus Lehmziegeln war" – so beginnt Saramagos Erzählung von Jesus' Leben. Wir senden eine gekürzte Lesung des großen Romans – zum 100. Geburtstag des portugiesischen Literaturnobelpreisträgers. In der Geschichte von José Saramago hat Jesus schon ein gewaltiges Päckchen zu tragen. Da ist die Schuld seines Vaters, die im Jugendalter auf ihn übergeht: Nach Herodes Ankündigung, alle Jungen von Bethlehem zu töten, weil unter ihnen der neugeborene König der Juden sei, rettet Joseph nur seine eigene Familie und flieht mit seiner Frau Maria und dem Kind zurück nach Nazareth – anstatt alle Familien des Ortes zu warnen. Doch wie lebt man damit, der einzige Überlebende seiner Alterskohorte zu sein, während alle anderen dem Zorn des Herodes zum Opfer gefallen sind? Nur eines von vielen Beispielen, in welcher Weise José Saramago in seinem Roman "Das Evangelium nach Jesus Christus" die Bibel befragt und der Christusfigur menschliche Züge verleiht. In dieser Version der Geschichte geht Jesus lebenshungrig und sinnenfroh, aber auch ängstlich und zweifelnd durch die Welt. Im Gespräch mit Gott erfährt er schließlich auch von der Zukunft der Christenheit, inklusive so dunkler Kapitel wie Inquisition und Kreuzzüge. Bei Erscheinen des Buchs vor mehr als 30 Jahren hat Saramagos Kirchenkritik hohe Wellen geschlagen. Heute kann man die Geschichte wohl gelassener als kritische Auseinandersetzung mit der Bibel auffassen, bei der dem alten Text auch viel Spannung und neues Leben einhaucht wird. José Saramago (1922-2010) wurde in Azinhaga in der portugiesischen Provinz Ribatejo geboren. Er entstammt einer Landarbeiterfamilie und arbeitete als Maschinenschlosser, technischer Zeichner und Angestellter. Später war er Mitarbeiter eines Verlags und Journalist, bevor er Schriftsteller wurde. Während der Salazar-Diktatur gehörte er zur Opposition. Den Nobelpreis für Literatur erhielt er im Jahr 1998. Wir senden eine gekürzte Fassung des umfangreichen Romans "Das Evangelium nach Jesus Christus" in einer Bearbeitung von Heide Böwe. Der bekannte österreichische Schauspieler Cornelius Obonya hat den Roman gelesen, die Regie führte Götz Frisch. MDR 2006

Buchangaben: José Saramago: Das Evangelium nach Jesus Christus
Deutsch von Andreas Klotsch
Hoffmann & Campe, 2018


15:00 Am Nachmittag (180 Min.)
Gut informiert mit dem aktuellen Kulturgespräch und entspannter Musik durch den Nachmittag.


18:00 Der Tag (60 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven
Tagesgeschehen um die Ecke gedacht


19:00 Hörbar (60 Min.)
Musik grenzenlos und global – Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich


20:00 Kaisers Klänge – Musikalische Entdeckungsreisen (60 Min.)
Selbstgemacht – Komponisten spielen ihre eigenen Werke

Bartok, Strawinsky, Gershwin oder Richard Strauss spielten Klavier, Paul Hindemith die Bratsche. Wenn sie ihre eigenen Werke aufführten, klang das nicht unbedingt schlechter als mit den Virtuosen ihrer Zeit. Ganz Mutige wie Kurt Weill sangen sogar ihre eigenen Lieder. Und selbst von früh Verstorbenen wie Gustav Mahler und Claude Debussy gibt es Aufnahmen.


21:00 Krimi-Hörspiel (90 Min.)
Die Dame in der schwarzen Robe
Gerichts-Klassiker um den Mord an einer alten Dame

Kelvin Maudsley wird beschuldigt, seine reiche Tante beraubt und erdrosselt zu haben. Ihre langjährige Haushälterin will in dem flüchtenden Täter Maudsley erkannt haben, der aber vehement seine Unschuld beteuert. Dieser Fall wird der jungen Anwältin Marion Kerrison übertragen. Als juristische Anfängerin muss sie sich gegen die Voreingenommenheit ihrer männlichen Kollegen behaupten, die ihre Bemühungen ohnehin für aussichtslos halten – alle glauben, dass Maudsley schuldig ist. Aber ihr mutiger Einsatz und ihr fachliches Geschick ringt ihnen Achtung ab. Marion ist fest von der Unschuld ihres Mandanten überzeugt, obwohl er kein Alibi hat, und einige Indizien gegen ihn sprechen. Beweise hat die Anwältin für ihre Überzeugung nicht, aber sie fühlt instinktiv, dass Maudsley nicht der Täter sein kann. So ist sie bereit, ihre berufliche Existenz aufs Spiel zu setzen, um ein Urteil zu verhindern, das in ihren Augen einen Justizmord bedeutet.


22:30 Jazzfacts (30 Min.)
What's going on? – Features, Interviews und was die Szene (um-)treibt


23:00 – 24:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit einem Überraschungsgast

*

Donnerstag, 1. Dezember 2022


00:00 Nachrichten und Wetter (3 Min.)


00:03 Das ARD-Nachtkonzert (I) (117 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Jean-Féry Rebel: "Les Élément" (NDR Radiophilharmonie: Reinhard Goebel); Johannes Brahms: Klaviertrio c-Moll, op. 101 (Gisela Gmelin-Schellong, Klavier; Marietta Kratz, Violine; Bernhard Gmelin, Violoncello); Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert C-dur, KV 415 (Arturo Benedetti Michelangeli; NDR Elbphilharmonie Orchester: Cord Garben); Erwin Schulhoff: Sonate (Bernhard Gmelin, Violoncello; Jürgen Lamke, Klavier); Friedrich Witt: Symphonie Nr. 6 a-Moll – "Sinfonie turque" (Hamburger Symphoniker: Johannes Moesus)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht William Sterndale Bennett: Klavierkonzert Nr. 4 f-Moll, op. 19 (BBC Scottish Symphony Orchestra, Klavier und Leitung: Howard Shelley); Franz Xaver Richter: Streichquartett G-Dur, op. 5, Nr. 5 (casalQuartett); Modest Mussorgskij: "Boris Godunow", Symphonische Synthese (Bournemouth Symphony Orchestra: José Serebrier); Johannes Ockeghem: "Mort tu as navré – Miserere pie Jhesu" (La Capella Reial de Catalunya: Jordi Savall); Johann Wenzel Kalliwoda: Symphonie Nr. 2 Es-Dur, op. 17 (Kölner Akademie: Michael Alexander Willens)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Heitor Villa-Lobos: Gitarrenkonzert (Julian Bream, Gitarre; London Symphony Orchestra: André Previn); Wolfgang Amadeus Mozart: Sonate G-Dur, KV 283 (Ivo Pogorelich, Klavier); Antonio Rosetti: Oboenkonzert Es-Dur (Christian Specht, Oboe; Hamburger Symphoniker: Johannes Moesus)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Henry Charles Litolff: Concerto symphonique Nr. 4, Scherzo, op. 102 (Clifford Curzon, Klavier; London Philharmonic Orchestra: Adrian Boult); Adolphe Adam: "Giselle", Danse des vignerons – Pas seul – Bauern-Pas de deux aus dem 1. Akt (London Symphony Orchestra: Richard Bonynge); Christian Sinding: Romanze D-Dur, op. 100 (Andrej Bielow, Violine; NDR Radiophilharmonie: Frank Beermann); Georg Friedrich Händel: Concerto grosso e-Moll, op. 6, Nr. 3 (Academy of St. Martin in the Fields: Iona Brown); Fanny Hensel: Drei Stücke (Duo Yaara Tal – Andreas Groethuysen); Camille Saint-Saëns: Tarantelle a-Moll, op. 6 (Emmanuel Pahud, Flöte; Paul Meyer, Klarinette; Orchestre de Chambre de Paris: François Leleux)


06:00 Am Morgen (180 Min.)
Inspiriert und entspannt in den Tag mit dem Besten aus der klassischen Musik, mit neuen Buch- und Hörbuchideen und mit einem Überblick über die Kulturthemen des Tages.
6:30 Zuspruch
7:40 Frühkritik
Nachrichten und Wetter jeweils zur vollen Stunde.


09:00 Lesung (30 Min.)
José Saramago: Das Evangelium nach Jesus Christus (14/15)

"Es lebten Josef und Maria in einem kleinen Ort mit Namen Nazareth, an einem Fleck von wenig und wenigen, im Lande Galiläa. Sie bewohnten ein Haus, das, fast allen anderen gleich, eher ein ungefüger Würfel aus Lehmziegeln war" – so beginnt Saramagos Erzählung von Jesus' Leben. Wir senden eine gekürzte Lesung des großen Romans – zum 100. Geburtstag des portugiesischen Literaturnobelpreisträgers. In der Geschichte von José Saramago hat Jesus schon ein gewaltiges Päckchen zu tragen. Da ist die Schuld seines Vaters, die im Jugendalter auf ihn übergeht: Nach Herodes Ankündigung, alle Jungen von Bethlehem zu töten, weil unter ihnen der neugeborene König der Juden sei, rettet Joseph nur seine eigene Familie und flieht mit seiner Frau Maria und dem Kind zurück nach Nazareth – anstatt alle Familien des Ortes zu warnen. Doch wie lebt man damit, der einzige Überlebende seiner Alterskohorte zu sein, während alle anderen dem Zorn des Herodes zum Opfer gefallen sind? Nur eines von vielen Beispielen, in welcher Weise José Saramago in seinem Roman "Das Evangelium nach Jesus Christus" die Bibel befragt und der Christusfigur menschliche Züge verleiht. In dieser Version der Geschichte geht Jesus lebenshungrig und sinnenfroh, aber auch ängstlich und zweifelnd durch die Welt. Im Gespräch mit Gott erfährt er schließlich auch von der Zukunft der Christenheit, inklusive so dunkler Kapitel wie Inquisition und Kreuzzüge. Bei Erscheinen des Buchs vor mehr als 30 Jahren hat Saramagos Kirchenkritik hohe Wellen geschlagen. Heute kann man die Geschichte wohl gelassener als kritische Auseinandersetzung mit der Bibel auffassen, bei der dem alten Text auch viel Spannung und neues Leben einhaucht wird. José Saramago (1922-2010) wurde in Azinhaga in der portugiesischen Provinz Ribatejo geboren. Er entstammt einer Landarbeiterfamilie und arbeitete als Maschinenschlosser, technischer Zeichner und Angestellter. Später war er Mitarbeiter eines Verlags und Journalist, bevor er Schriftsteller wurde. Während der Salazar-Diktatur gehörte er zur Opposition. Den Nobelpreis für Literatur erhielt er im Jahr 1998. Wir senden eine gekürzte Fassung des umfangreichen Romans "Das Evangelium nach Jesus Christus" in einer Bearbeitung von Heide Böwe. Der bekannte österreichische Schauspieler Cornelius Obonya hat den Roman gelesen, die Regie führte Götz Frisch. MDR 2006

Buchangaben: José Saramago: Das Evangelium nach Jesus Christus
Deutsch von Andreas Klotsch
Hoffmann & Campe, 2018
Mehr zu den Lesungen in hr2-kultur finden Sie hier.


09:30 Am Vormittag (150 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.

Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Chopin: Scherzo b-Moll op. 31 (Artur Rubinstein, Klavier)
•Telemann: Violinkonzert A-Dur "Les rainettes – Die Riedfrösche" (Midori Seiler / Akademie für Alte Musik Berlin)
•Bruckner: Sinfonie d-Moll WAB 100 "Die Nullte" (hr-Sinfonieorchester / Paavo Järvi)
•Danzi: Bläserquintett g-Moll op. 56 Nr. 2 (Ensemble Wien-Berlin)
•Mozart: "Figaros Hochzeit" – Rezitativ und Arie "Dove sono i bei momenti" (Elsa Dreisig,
•Castelnuovo-Tedesco: 1. Gitarrenkonzert op. 99 (Kazuhito Yamashita / London Philharmonic Orchestra / Leonard Slatkin)


12:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit Andreas Reize, "Thomaskantor"


13:00 Am Mittag (90 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.

Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Bach: Triosonate Es-Dur BWV 525, ausgeführt von Klarinette, Englischhorn und Fagott (Trio Lézard)
•Vivaldi: Violinkonzert F-Dur op. 8 Nr. 3 "Der Herbst" (Luka Sulic / Archi dell'Accademia di Santa Cecilia / Luigi Piovano)
•Chopin: 3. Scherzo cis-Moll op. 39 (Beatrice Rana, Klavier)
•Haydn: Sinfonie Nr. 104 D-Dur (Heidelberger Sinfoniker / Thomas Fey)


14:30 Lesung (30 Min.)
José Saramago: Das Evangelium nach Jesus Christus (14/15)

"Es lebten Josef und Maria in einem kleinen Ort mit Namen Nazareth, an einem Fleck von wenig und wenigen, im Lande Galiläa. Sie bewohnten ein Haus, das, fast allen anderen gleich, eher ein ungefüger Würfel aus Lehmziegeln war" – so beginnt Saramagos Erzählung von Jesus' Leben. Wir senden eine gekürzte Lesung des großen Romans – zum 100. Geburtstag des portugiesischen Literaturnobelpreisträgers. In der Geschichte von José Saramago hat Jesus schon ein gewaltiges Päckchen zu tragen. Da ist die Schuld seines Vaters, die im Jugendalter auf ihn übergeht: Nach Herodes Ankündigung, alle Jungen von Bethlehem zu töten, weil unter ihnen der neugeborene König der Juden sei, rettet Joseph nur seine eigene Familie und flieht mit seiner Frau Maria und dem Kind zurück nach Nazareth – anstatt alle Familien des Ortes zu warnen. Doch wie lebt man damit, der einzige Überlebende seiner Alterskohorte zu sein, während alle anderen dem Zorn des Herodes zum Opfer gefallen sind? Nur eines von vielen Beispielen, in welcher Weise José Saramago in seinem Roman "Das Evangelium nach Jesus Christus" die Bibel befragt und der Christusfigur menschliche Züge verleiht. In dieser Version der Geschichte geht Jesus lebenshungrig und sinnenfroh, aber auch ängstlich und zweifelnd durch die Welt. Im Gespräch mit Gott erfährt er schließlich auch von der Zukunft der Christenheit, inklusive so dunkler Kapitel wie Inquisition und Kreuzzüge. Bei Erscheinen des Buchs vor mehr als 30 Jahren hat Saramagos Kirchenkritik hohe Wellen geschlagen. Heute kann man die Geschichte wohl gelassener als kritische Auseinandersetzung mit der Bibel auffassen, bei der dem alten Text auch viel Spannung und neues Leben einhaucht wird. José Saramago (1922-2010) wurde in Azinhaga in der portugiesischen Provinz Ribatejo geboren. Er entstammt einer Landarbeiterfamilie und arbeitete als Maschinenschlosser, technischer Zeichner und Angestellter. Später war er Mitarbeiter eines Verlags und Journalist, bevor er Schriftsteller wurde. Während der Salazar-Diktatur gehörte er zur Opposition. Den Nobelpreis für Literatur erhielt er im Jahr 1998. Wir senden eine gekürzte Fassung des umfangreichen Romans "Das Evangelium nach Jesus Christus" in einer Bearbeitung von Heide Böwe. Der bekannte österreichische Schauspieler Cornelius Obonya hat den Roman gelesen, die Regie führte Götz Frisch. MDR 2006

Buchangaben: José Saramago: Das Evangelium nach Jesus Christus
Deutsch von Andreas Klotsch
Hoffmann & Campe, 2018
Mehr zu den Lesungen in hr2-kultur finden Sie hier.


15:00 Am Nachmittag (180 Min.)
Gut informiert mit dem aktuellen Kulturgespräch und entspannter Musik durch den Nachmittag.


18:00 Der Tag (60 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven
Tagesgeschehen um die Ecke gedacht


19:00 Hörbar (60 Min.)
Musik grenzenlos und global – Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich


20:00 Hörbar in concert – Fanfare Ciocarlia – Balkan Brass (90 Min.)
Das Dutzend Musiker aus dem verwunschenen rumänischen Dorf Zece Prajini bläst zur wilden Party mitreißenden Balkan-Brass.


21:30 Neue Musik (60 Min.)
Wunder der Vernetzung – Der Komponist Fabien Lévy
Vorgestellt von Michael Zwenzner

Fabien Lévy ist diplomierter Wirtschaftswissenschaftler und Mathematiker, dazu promovierter Musiktheoretiker, passionierter Hochschullehrer und engagierter Humanist. Vor allem aber hat er sich als Komponist faszinierend vielschichtiger, rhythmisch fein ziselierter Werke hervorgetan. Intensive Erforschungen ästhetischer Wahrnehmung wie auch Welthaltigkeit prägen das Schaffen des 1968 in Paris geborenen Lévy, der heute in Berlin lebt und an der Leipziger Musikhochschule lehrt. Sein ungewöhnlicher biografischer Hintergrund, das früh entdeckte Interesse für außereuropäische Kulturen, die öffentlich vertretenen kritischen Positionen zu zentralen kulturellen und gesellschaftlichen Fragen vernetzen sich in seiner Musik auf subtil wirksame Weise zu wahren Wunderwerken des Beziehungsreichtums. Dabei folgt er – in bester Tradition seines Lehrers Gérard Grisey – einem emphatischen Kunstbegriff, der jede Komposition als Wagnis, als Vorstoß in unbekanntes Territorium begreift und sich gegen das allzu leichtgängige Produzieren von Musik wendet.


22:30 Jazz Now (30 Min.)
Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen


23:00 – 24:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit Andreas Reize, "Thomaskantor"

*

Freitag, 2. Dezember 2022


00:00 Nachrichten und Wetter (3 Min.)


00:03 Das ARD-Nachtkonzert (I) (117 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert Es-Dur, KV 449 (Lars Vogt, Klavier; Kammerorchester des Bayerischen Rundfunks: Radoslaw Szulc); Manuel de Falla: "Suite populaire espagnole" (Daniel Hope, Violine; Sebastian Knauer, Klavier); Wolfgang Amadeus Mozart: "Idomeneo", Ballettmusik, KV 367 (Bamberger Symphoniker: Karl-Heinz Steffens); Gustav Holst: "The Hymn of Jesus", op. 37 (Chor des Bayerischen Rundfunks; Münchner Rundfunkorchester: Andrew Parrott); Alban Berg: Violinkonzert – "Dem Andenken eines Engels" (Renaud Capuçon, Violine; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Daniel Harding)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht David Popper: Violoncellokonzert Nr. 2 e-Moll, op. 24 (Wen-Sinn Yang, Violoncello; WDR Funkhausorchester Köln: Niklas Willén); Ludwig van Beethoven: Sonate C-Dur, op. 53 - "Waldstein Sonate" (Gerhard Oppitz, Klavier); José Nonó: Symphonie F-Dur (Concerto Köln: Guy van Waas); Alexander Glasunow: Fantasie, op. 110 (Jürgen Geiger, Orgel); Antonín Dvorák: Violinkonzert a-Moll, op. 53 (James Ehnes, Violine; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Gianandrea Noseda)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Ernest Bloch: "Schelomo" (Marc Coppey, Violoncello; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Kirill Karabits); Lili Boulanger: "Psaume 129" (The Monteverdi Choir; London Symphony Orchestra: John Eliot Gardiner); Manuel de Falla: "Nächte in spanischen Gärten" (Javier Perianes, Klavier; BBC Symphony Orchestra: Josep Pons)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Felix Mendelssohn Bartholdy: Klavierkonzert Nr. 1 g-Moll, Presto, op. 25 (Lang Lang, Klavier; Chicago Symphony Orchestra: Daniel Barenboim); Luigi Boccherini: Quintett Es-Dur, op. 55, Nr. 5 (Michael Faust, Flöte; Auryn Quartett); Camille Saint-Saëns: "Samson et Dalila", Bacchanale aus dem 3. Akt (Orchestre de Paris: Daniel Barenboim); Louise Farrenc: Quintett a-Moll, Finale, op. 30 (Quintetto Bottesini); Johann David Heinichen: Konzert F-Dur (Musica Antiqua Köln: Reinhard Goebel); Domenico Scarlatti: Sonate c-Moll, K 302 (Nikolai Demidenko, Klavier); Joseph Haydn: Symphonie Nr. 80 d-Moll, Finale (Freiburger Barockorchester: Gottfried von der Goltz)


06:00 Am Morgen (180 Min.)
Inspiriert und entspannt in den Tag mit dem Besten aus der klassischen Musik, mit neuen Buch- und Hörbuchideen und mit einem Überblick über die Kulturthemen des Tages.
6:30 Zuspruch
7:40 Frühkritik
Nachrichten und Wetter jeweils zur vollen Stunde.


09:00 Lesung (30 Min.)
José Saramago: Das Evangelium nach Jesus Christus (15/15)

"Es lebten Josef und Maria in einem kleinen Ort mit Namen Nazareth, an einem Fleck von wenig und wenigen, im Lande Galiläa. Sie bewohnten ein Haus, das, fast allen anderen gleich, eher ein ungefüger Würfel aus Lehmziegeln war" – so beginnt Saramagos Erzählung von Jesus' Leben. Wir senden eine gekürzte Lesung des großen Romans – zum 100. Geburtstag des portugiesischen Literaturnobelpreisträgers. In der Geschichte von José Saramago hat Jesus schon ein gewaltiges Päckchen zu tragen. Da ist die Schuld seines Vaters, die im Jugendalter auf ihn übergeht: Nach Herodes Ankündigung, alle Jungen von Bethlehem zu töten, weil unter ihnen der neugeborene König der Juden sei, rettet Joseph nur seine eigene Familie und flieht mit seiner Frau Maria und dem Kind zurück nach Nazareth – anstatt alle Familien des Ortes zu warnen. Doch wie lebt man damit, der einzige Überlebende seiner Alterskohorte zu sein, während alle anderen dem Zorn des Herodes zum Opfer gefallen sind? Nur eines von vielen Beispielen, in welcher Weise José Saramago in seinem Roman "Das Evangelium nach Jesus Christus" die Bibel befragt und der Christusfigur menschliche Züge verleiht. In dieser Version der Geschichte geht Jesus lebenshungrig und sinnenfroh, aber auch ängstlich und zweifelnd durch die Welt. Im Gespräch mit Gott erfährt er schließlich auch von der Zukunft der Christenheit, inklusive so dunkler Kapitel wie Inquisition und Kreuzzüge. Bei Erscheinen des Buchs vor mehr als 30 Jahren hat Saramagos Kirchenkritik hohe Wellen geschlagen. Heute kann man die Geschichte wohl gelassener als kritische Auseinandersetzung mit der Bibel auffassen, bei der dem alten Text auch viel Spannung und neues Leben einhaucht wird. José Saramago (1922-2010) wurde in Azinhaga in der portugiesischen Provinz Ribatejo geboren. Er entstammt einer Landarbeiterfamilie und arbeitete als Maschinenschlosser, technischer Zeichner und Angestellter. Später war er Mitarbeiter eines Verlags und Journalist, bevor er Schriftsteller wurde. Während der Salazar-Diktatur gehörte er zur Opposition. Den Nobelpreis für Literatur erhielt er im Jahr 1998. Wir senden eine gekürzte Fassung des umfangreichen Romans "Das Evangelium nach Jesus Christus" in einer Bearbeitung von Heide Böwe. Der bekannte österreichische Schauspieler Cornelius Obonya hat den Roman gelesen, die Regie führte Götz Frisch. MDR 2006

Buchangaben: José Saramago: Das Evangelium nach Jesus Christus
Deutsch von Andreas Klotsch
Hoffmann & Campe, 2018
Mehr zu den Lesungen in hr2-kultur finden Sie hier.


09:30 Am Vormittag (150 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.

Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Bach: "Schafe können sicher weiden" aus der Kantate BWV 208, bearbeitet für Oboe und Orchester (Albrecht Mayer / Sinfonia Varsovia)
•Brahms: Trio Es-Dur op. 40 (Isabelle Faust, Violine / Teunis van der Zwart, Horn / Alexander Melnikov, Klavier)
•Corelli: Concerto grosso g-Moll op. 6 Nr. 8 "Weihnachtskonzert" (The English Concert / Trevor Pinnock)
•Beethoven: Klaviersonate e-Moll op. 90 (Alfred Brendel)
•Schumann: 1. Sinfonie B-Dur op. 38 "Frühlingssinfonie" (Tonhalle-Orchester / David Zinman)
•Telemann: Konzert D-Dur (Reinhold Friedrich, Trompete / Lajos Lencsés und Gábor Szábo,
•Hubay: Fantaisie brillante über Themen aus "Carmen" (Gil Shaham, Violine / Akira Eguchi, Klavier)


12:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit Amanda Lasker-Berlin, "WortBild-Künstlerin"


13:00 Am Mittag (90 Min.)

Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen.
14:00 Jüdische Welt
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.

Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Humperdinck: Ouvertüre zur Oper "Hänsel und Gretel" (Wiener Philharmoniker / Georg Solti)
•Boccherini: Gitarrenquintett D-Dur "Fandango-Quintett" (Kazuhito Yamashita / Tokyo String Quartet)
•Tartini: Trompetenkonzert D-Dur (Alison Balsom / Scottish Ensemble / Jonathan Morton)
- Jüdische Welt –
•Saint-Saëns: Tarantella a-Moll op. 6 (Sharon Bezaly, Flöte / Harri Mäki, Klarinette / Tapiola)


14:30 Lesung (30 Min.)
José Saramago: Das Evangelium nach Jesus Christus (15/15)

"Es lebten Josef und Maria in einem kleinen Ort mit Namen Nazareth, an einem Fleck von wenig und wenigen, im Lande Galiläa. Sie bewohnten ein Haus, das, fast allen anderen gleich, eher ein ungefüger Würfel aus Lehmziegeln war" – so beginnt Saramagos Erzählung von Jesus' Leben. Wir senden eine gekürzte Lesung des großen Romans – zum 100. Geburtstag des portugiesischen Literaturnobelpreisträgers. In der Geschichte von José Saramago hat Jesus schon ein gewaltiges Päckchen zu tragen. Da ist die Schuld seines Vaters, die im Jugendalter auf ihn übergeht: Nach Herodes Ankündigung, alle Jungen von Bethlehem zu töten, weil unter ihnen der neugeborene König der Juden sei, rettet Joseph nur seine eigene Familie und flieht mit seiner Frau Maria und dem Kind zurück nach Nazareth – anstatt alle Familien des Ortes zu warnen. Doch wie lebt man damit, der einzige Überlebende seiner Alterskohorte zu sein, während alle anderen dem Zorn des Herodes zum Opfer gefallen sind? Nur eines von vielen Beispielen, in welcher Weise José Saramago in seinem Roman "Das Evangelium nach Jesus Christus" die Bibel befragt und der Christusfigur menschliche Züge verleiht. In dieser Version der Geschichte geht Jesus lebenshungrig und sinnenfroh, aber auch ängstlich und zweifelnd durch die Welt. Im Gespräch mit Gott erfährt er schließlich auch von der Zukunft der Christenheit, inklusive so dunkler Kapitel wie Inquisition und Kreuzzüge. Bei Erscheinen des Buchs vor mehr als 30 Jahren hat Saramagos Kirchenkritik hohe Wellen geschlagen. Heute kann man die Geschichte wohl gelassener als kritische Auseinandersetzung mit der Bibel auffassen, bei der dem alten Text auch viel Spannung und neues Leben einhaucht wird. José Saramago (1922-2010) wurde in Azinhaga in der portugiesischen Provinz Ribatejo geboren. Er entstammt einer Landarbeiterfamilie und arbeitete als Maschinenschlosser, technischer Zeichner und Angestellter. Später war er Mitarbeiter eines Verlags und Journalist, bevor er Schriftsteller wurde. Während der Salazar-Diktatur gehörte er zur Opposition. Den Nobelpreis für Literatur erhielt er im Jahr 1998. Wir senden eine gekürzte Fassung des umfangreichen Romans "Das Evangelium nach Jesus Christus" in einer Bearbeitung von Heide Böwe. Der bekannte österreichische Schauspieler Cornelius Obonya hat den Roman gelesen, die Regie führte Götz Frisch. MDR 2006

Buchangaben: José Saramago: Das Evangelium nach Jesus Christus
Deutsch von Andreas Klotsch
Hoffmann & Campe, 2018
Mehr zu den Lesungen in hr2-kultur finden Sie hier.


15:00 Am Nachmittag (180 Min.)
Gut informiert mit dem aktuellen Kulturgespräch und entspannter Musik durch den Nachmittag.


18:00 Studio Komplex (60 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven
Tagesgeschehen um die Ecke gedacht


19:00 Hörbar (60 Min.)
Musik grenzenlos und global – Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich


20:00 Rheingau-Musik-Festival – Cello, Harfe und Klavier (150 Min.)

Von Gnomen, Feen und viel Magie handelte das Kammerkonzert auf Schloss Johannisberg. Dabei spannten die Cellistin Raphaela Gromes, die Harfenistin Anneleen Lenaerts und der Pianist Julian Riem einen musikalischen Bogen von Schumanns "Märchenbildern" bis hin zu John Williams' "Harry Potter".
Raphaela Gromes, Violoncello
Anneleen Lenaerts, Harfe
Julian Riem, Klavier
Schumann: Fantasiestücke, op. 73 und Märchenbilder, op. 113
Debussy: Clair de lune aus "Suite bergamasque" und "Ce qu'a vu le vent d'ouest" aus "Préludes", Teil 1
Franz Liszt: Gnomenreigen aus "Zwei Konzertetüden"
Dvorák: Lied an den Mond aus "Rusalka"
Smetana: Die Moldau aus "Mein Vaterland"
Villa-Lobos: O canto do cisne negro
Saint-Saëns: Der Schwan aus "Karneval der Tiere"
Tschaikowsky: Ausschnitte aus "Schwanensee"
John Williams: Hedwigs Thema, aus "Harry Potter und der Stein der Weisen"
(Aufnahme vom 29. Juni 2022 aus dem Fürst-von-Metternich Konzert-Kubus auf Schloss Johannisberg)

Der "Schwarze Schwan" von Heitor Villa-Lobos trifft auf den weißen Schwan aus Camille Saint-Saëns "Karneval der Tiere" – und die verzauberte Prinzessin aus Tschaikowskys "Schwanensee"-Ballett. Nymphen und Meerjungfrauen begegnen sich in Smetanas Zyklus "Die Moldau" und in der Oper "Rusalka" von Antonín Dvorák. Auch Harry Potters treue Eule Hedwig flattert vorbei – in John Williams' Filmmusik. Wahrlich märchenhafte Klangwelten also, in die das Trio mit der ungewöhnlichen Besetzung Cello, Harfe und Klavier beim Rheingau Musik Festival im Juni eintauchte: Die derzeit viel gefragte Cellistin Raphaela Gromes hat sich mit ihrem Klavierpartner Julian Riem bereits mehrere Preise erspielt – darunter einen "Opus Klassik", mit dem auch die belgische Harfenistin Anneleen Lenaerts 2019 ausgezeichnet wurde.


22:30 Blues'n'Roots (30 Min.)
Blue Notes in vielen Farben
Am Mikrofon: Dagmar Fulle


23:00 – 24:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit Amanda Lasker-Berlin, "WortBild-Künstlerin"

*

Samstag, 3. Dezember 2022


00:00 Nachrichten und Wetter (3 Min.)


00:03 Das ARD-Nachtkonzert (I) (117 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Wolfgang Amadeus Mozart: Violinkonzert B-Dur, KV 207 (Lena Neudauer, Violine; Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern: Bruno Weil); Alexander Borodin: "Les Vendredis", Scherzo (Szymanowski Quartet); Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 3 Es-Dur, op. 55 – "Eroica" (SWR Symphonieorchester: Roger Norrington); Robert Schumann: "Nachtlied", op. 108 (SWR Vokalensemble Stuttgart; SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg: Hans Zender); Joseph Haydn: Symphonie Nr. 102 B-Dur (SWR Radio-Sinfonieorchester Stuttgart: Roger Norrington)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Alfredo Casella: Sinfonische Fragmente aus "La donna serpente", op. 50 (BBC Philharmonic: Gianandrea Noseda); Cécile Chaminade: Klaviertrio Nr. 2 a-Moll, op. 34 (Trio Chausson); Georg Friedrich Händel: Orgelkonzert A-Dur, HWV 296 (La Divina Armonia, Orgel und Leitung: Lorenzo Ghielmi); Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett Es-Dur, op. 44, Nr. 3 (Talich Quartett), Maurice Ravel: "Ma mère l'oye" (Cincinnati Symphony Orchestra: Paavo Järvi)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Arnold Bax: "Tintagel" (Hallé-Orchestra: Mark Elder); Franz Liszt: "Après une lecture du Dante", S 161 Nr. 7 (Lise de la Salle, Klavier); Joseph Martin Kraus: Symphonie Es-Dur (Concerto Köln: Werner Ehrhardt)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Antonio Vivaldi: Konzert C-Dur, RV 117 (Accademia Bizantina: Ottavio Dantone); Jenö Hubay: Violinkonzert a-Moll, Allegro con brio, op. 21 (Chloë Hanslip, Violine; Bournemouth Symphony Orchestra: Andrew Mogrelia); Napoléon-Henri Reber: Symphonie Nr. 4 G-Dur, Allegro, op. 33 (Le Cercle de l'Harmonie: Jérémie Rhorer); Arnold Krug: Klavierquartett, Carneval., op. 16 (Linos Ensemble); Johann Nepomuk Hummel: Fagottkonzert F-Dur, Allegro moderato, WoO 23 (Klaus Thunemann, Fagott; Academy of St. Martin in the Fields: Neville Marriner); Thomas Arne: "The Judgement of Paris", Ouvertüre (Akademie für Alte Musik Berlin: Bernhard Forck)


06:00 Musik am Morgen (120 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen.
06:30 Zuspruch
08:00 Nachrichten

Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Darzins: Valse mélancolique (Detroit Symphony Orchestra / Neeme Järvi)
•Vivaldi: Konzert E-Dur RV 270 für Violine, Streicher und Basso continuo (Cappella Gabetta)
•Luigini: Ägyptisches Ballett op. 12, Teil 1 (London Symphony Orchestra / Richard Bonynge)
- Zuspruch -
•Bach: "Ehre sei Dir, Gott, gesungen" aus dem Weihnachtsoratorium (German Brass)
•Mendelssohn: Meeresstille und glückliche Fahrt op. 27 (hr-Sinfonieorchester / Andrés Orozco-Estrada)
•Molter: Concerto pastorale G-Dur (Neues Berliner Kammerorchester / Michael Erxleben)
•Schumann: Papillons op. 2 (Gerhard Oppitz, Klavier)
•C.Ph.E. Bach: Flötenquartett G-Dur Wq 94 (Nevermind)
•Dvorák: Zwei Slawische Tänze aus op. 72 (Budapest Festival Orchestra / Iván Fischer)
•Myslivecek: 4. Sinfonie D-Dur (L'Orfeo Barockorchester / Michi Gaigg)


08:00 Die Dorf-Aktivist:innen (35 Min.)
Fünf Gemeinschaftsprojekte – besucht von Stefan Bücheler und Marit Zickermann


08:35 Musik am Morgen (55 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen.

Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Aaltoila: Hochzeitswalzer (Jyväskyla Symphony Orchestra / Kyösti Haatanen)
•Mussorgskij: "Chowanschtschina" – Intermezzo zum 2. Bild des 4. Aufzugs (Radiosinfonieorchester Krakau / Karl Anton Rickenbacher)
•Beethoven: Variationen über "Bei Männern, welche Liebe fühlen" (Miklós Perényi,
•Suk: Scherzo fantastique für Orchester op. 25 (Tschechische Philharmonie / Charles Mackerras)
•Gabrieli: Sonata pian' e forte (Salaputia Brass)
•Ireland: Ballade of London nights (Franziska Lee, Klavier)
•R. Strauss: Befreit op. 39 Nr. 4 für Singstimme und Klavier (Daniel Behle, Tenor / Oliver Schnyder, Klavier)


09:30 hr2-kultur – kompakt (30 Min.)
Aktuelle Kulturthemen und Hintergründe aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.


10:00 Treffpunkt hr-Sinfonieorchester (120 Min.)
Mit aktuellen und historischen Aufnahmen des hr-Sinfonieorchesters.
Moderation: Christoph Werkhausen


12:00 Hörbuchzeit (60 Min.)
In der Hörbuchzeit stellen wir Ihnen jede Woche Neuerscheinungen und Klassiker des Hörbuchmarkts im Gespräch vor.


13:00 Hörbar (60 Min.)
Musik grenzenlos und global – Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich


14:00 Archivschätze (60 Min.)
Das Beste aus (fast) 100 Jahren Radio


15:00 Musikland Hessen (180 Min.)
Aktuelle Berichte, Konzertmitschnitte und Hintergründe aus dem hessischen Musikleben.


17:00 Nachrichten


18:00 Literaturland Hessen (60 Min.)
Wir sind da, wo etwas los ist: Diskussionen, Gespräche, öffentliche Veranstaltungen.


19:00 Live Jazz (60 Min.)
Konzerte, die es (noch) nicht oder nie auf Platte gibt.


20:00 Giuseppe Verdis Oper "Aida" von den Salzburger Festspielen (180 Min.)

In der überarbeiteten Wiederaufnahme der Salzburger Aida-Inszenierung von Shirin Neshat von 2017 ging es trotz neuer filmischer Elemente weiterhin eher statisch und blass auf der Bühne zu – gesanglich aber konnte die fast komplett neue Solisten-Riege ebenso überzeugen wie der Mann am Pult: hr-Sinfonieorchester-Chef Alain Altinoglu.
Aida – Elena Stikhina
Radames – Piotr Beczala
Amneris – Eve-Maud Hubeaux
Amonasro – Luca Salsi
Ramfis – Erwin Schrott
König – Roberto Tagliavini
Ein Bote – Riccardo Della Sciucca
Oberpriesterin – Flore Van Meerssche
Chor der Wiener Staatsoper
Wiener Philharmoniker
Leitung: Alain Altinoglu
(Aufnahme vom 12. August aus dem Großen Festspielhaus)

"Gestern Abend Aida, scheußlich. Indianermusik." Irgendwie hatte Richard Strauss da wohl was durcheinander gebracht, sowohl was die lokale Zuordnung wie auch sein Urteil betraf. Schließlich wurde Giuseppe Verdis "Aida" 1871 nicht nur in Kairo uraufgeführt, sondern spielt auch in Ägypten. Und für "scheußlich" hielt das Werk außerhalb von Deutschland kaum jemand – es war ganz im Gegenteil ein triumphaler Erfolg schon bei der Premiere und danach in ganz Europa. Und der Komponist selber war mit seiner musikalischen Umsetzung der Geschichte der zwischen Liebe, Pflicht und religiösem Eifer zerriebenen Beziehung zwischen der äthiopischen Sklavin und Königstocher Aida und dem ägyptischen Feldherrn Radames ebenso zufrieden und meinte mit lakonischem Unterton: "Ich will keine Bescheidenheit vorspielen, aber diese Oper ist gewiss nicht eine meiner schlechtesten. Die Zeit wird ihr später den Platz zuweisen, den sie verdient." Das hat sie – "Aida" ist bis heute Verdis vermutlich bekannteste Oper. In Salzburg gab Piotr Beczala sein Debüt als Radames, die junge russische Sopranistin Elena Stikhina sang die Aida, besonderen Beifall bekam auch die kurzfristig eingesprungene Eve-Maud Hubeaux als Amneris und mit Alain Altinoglu führte ein versierter Opernspezialist durch die Partitur – der Dirigent ist schließlich nicht nur Chef des hr-Sinfonieorchesters, sondern schon seit 2016 musikalischer Leiter der Brüsseler Oper.


23:00 – 24:00 The Artist's CornerJugend komponiert 2022 (60 Min.)
Moderation: Stefan Fricke

Die Jeunesses Musicales Deutschland führt seit 1985 jährlich den Bundeswettbewerb "Jugend komponiert" durch.
Silvia Rozas Ramallal. Flöte
Clara Schmid, Bratsche
Viktor Soos, Klavier
Max Vogler, Oboe
Sebastian Wieland, Schlagzeug
Werke von u.a. Mattia Aisemberg, Said Azh, Tjarbe Björkson, Christian Brandenburger, Nikolaus Knop, Maximilian Leicher und Viktor Seifert

Es ist die höchste Auszeichnung für Komponierende in Deutschland, mit der eine intensive Förderung talentierter Jugendlicher zwischen zwölf und 22 Jahren einhergeht. So mancher Bundespreisträger hat anschließend Karriere gemacht: etwa Enno Poppe, Harald Muenz oder Charlotte Seither. Der 37. Bundeswettbewerb endete mit dem Abschlusskonzert am 12. August 2022 in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt.

*

Sonntag, 4. Dezember 2022


00:00 Nachrichten und Wetter (3 Min.)


00:03 Das ARD-Nachtkonzert (I) (117 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Joseph Haydn: Symphonie Nr. 59 A-Dur – "Feuer-Sinfonie" (hr-Sinfonieorchester: Andrés Orozco-Estrada); Victor Herbert: Violoncellokonzert Nr. 2 e-Moll, op. 30 (Gautier Capuçon, Violoncello; hr-Sinfonieorchester: Paavo Järvi); Peter Tschaikowsky: "Das Gewitter", Ouvertüre, op. 76 (hr-Sinfonieorchester: Eliahu Inbal); Johann Strauß: "Die Fledermaus", Harmoniemusik (Antares-Ensemble); Hakon Børresen: Symphonie Nr. 3 C-Dur, op. 21 (hr-Sinfonieorchester: Ole Schmidt)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Percy Grainger: "Danish Folk-Music Suite" (The Melbourne Symphony Orchestra: Geoffrey Simon); Ludwig van Beethoven: Sechs Bagatellen, op. 126 (Piotr Anderszewski, Klavier); Georg Philipp Telemann: Ouverture E-Dur, TWV 55:E2 (Musica Alta Ripa); Amy Beach: Klavierquintett fis-Moll, op. 67 (Bengt Forsberg, Klavier; Elisabeth Kufferath, Nina Karmon, Violine; Mari Fukazawa, Viola; Amy Norrington, Violoncello), Wolfgang Amadeus Mozart: Flötenkonzert G-Dur, KV 313 (Sharon Bezaly, Flöte; Ostbottnisches Kammerorchester: Juha Kangas)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Florence Price: Violinkonzert Nr. 2 (Er-Gene Kahng, Violine; Janácek Philharmonic Orchestra: Ryan Cockerham); Anatolij Ljadow: Acht russische Volkslieder, op. 58 (Bergen Philharmonic Orchestra: Dmitrij Kitajenko); Richard Rodney Bennett: "Reflections on a Scottish Folk Song" (Paul Watkins, Violoncello; Philharmonia Orchestra: Richard Hickox)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Carl Philipp Emanuel Bach: Violoncellokonzert Nr. 2 B-Dur, Allegro, Wq 171 (Ophélie Gaillard, Violoncello; Pulcinella Orchestra: Thibault Noally); Alexander Glasunow: "Idyll" (Marie-Luise Neunecker, Horn; Bamberger Symphoniker: Werner Andreas Albert); Léo Delibes: "Coppélia", Prélude und zwei Tänze aus dem 1. Akt (Orchestre de L'Opéra de Lyon: Kent Nagano); Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert C-Dur, Allegro maestoso, KV 467 (Alfred Brendel, Klavier; Academy of St. Martin in the Fields: Neville Marriner); Christoph Graupner: Konzert G-Dur, GWV 707 (Ars Musica Zürich); Richard Strauss: "Schlagobers", Schlagoberswalzer aus dem 1. Aufzug (Staatskapelle Dresden: Rudolf Kempe)


06:00 Geistliche Musik (90 Min.)
Moderation: Meinolf Bunsmann

Unter anderem mit der Bachkantate BWV 97 "In allen meinen Taten"
•Graupner: Kantate "Heulet, denn des Herrn Tag ist nahe" (Amaryllis Dieltiens, Sopran / Lothar Blum, Tenor / Stefan Geyer, Bariton / Ex Tempore / Mannheimer Hofkapelle / Florian Heyerick)
•Bach: Choralbearbeitung "Allein Gott in der Höh sei Ehr" BWV 663 (Brine Katrine Brynsdorf, Orgel)
•Heinichen: Litaniæ de Sancto Xaverio für Soli, Chor und Orchester (Ensemble
•Reger: Pastorale op. 59 Nr. 2 (Harald Feller, Orgel)
•Tallis: Agnus Dei aus der "Missa Puer natus est nobis" (Stile Antico)
•Planyavsky: Improvisation über "Wachet auf, ruft uns die Stimme" (Peter Planyavsky, Orgel)
Etwa ab 7:00 Uhr:
•Bach: Kantate BWV 97 "In allen meinen Taten" (Hana Blazikova, Sopran / Robin Blaze, Suzuki)


07:30 Morgenfeier (30 Min.)


08:00 Lauschinsel (60 Min.)
Instrumentenkarussell
Die Singer/Songwriterin Fee – mit Maria Hertweck

Ohne sie gäbe es sehr viel weniger zu hören: jedenfalls im Konzertsaal, im Radio und anderswo. Ohne die Musikinstrumente – nicht nur im Orchester oder in einer Big Band oder oder … - müssten wir, auch das wäre schön, alles singen und vielleicht dazu noch klatschen und stampfen. Aber schon vor vielen tausenden Jahren wollten die Menschen auch andere Klänge und erfanden dafür ganz spezielle Werkzeuge, eben Flöte, Geige, Trompete, Saxophon, elektronische Orgel und Gitarre und sehr, sehr viele Perkussionsinstrumente. Die Lauschinsel stellt sie vor. Und natürlich auch, was mit ihnen laut oder leise gemacht werden kann. Elke, Maria und Niels treffen sich dafür extra mit Musikerinnen und Musikern des hr-Sinfonieorchesters und der hr-Big Band.


09:00 Am Sonntagmorgen (150 Min.)
Mit dem Interessantesten der Woche und viel Musik


11:30 Camino (30 Min.)
Sendungstitel


12:00 Literaturland Hessen (60 Min.)
Wir sind da, wo etwas los ist: Diskussionen, Gespräche, öffentliche Veranstaltungen.


13:00 Kaisers Klänge – Musikalische Entdeckungsreisen (60 Min.)
"Gott! Welch' Dunkel hier!" – Musik aus Kerkern und Gefängnissen

Für das Leiden von Strafgefangenen und Verurteilten haben Komponisten schon immer anrührende Töne gefunden, von Beethovens Gefangenenchor im "Fidelio" bis zu Janaceks Oper "Aus einem Totenhaus". Die Musik fragt nicht nach Schuld oder Unschuld, sie zeigt die Qualen des Gefangenseins und rückt Fragen nach Gerechtigkeit und Humanität in den Mittelpunkt. Die Musik aus Gefängnissen, Kerkern und Verliesen ist oft die mit der humansten Ausdruckskraft.


14:00 Menschen und ihre Musik (120 Min.)

Von Bach bis Beatles, ausgewählt und präsentiert von prominenten Gästen. Die erste vom Taschengeld gekaufte Platte, ein unvergessliches Konzert-Erlebnis oder eine persönliche Begegnung: Wenn unsere Gäste im Studio "ihre" Musik präsentieren, dann dürfen sie ins Plaudern kommen. Jeden Sonntag zum Kaffee.


16:00 Klassikzeit mit dem hr-Sinfonieorchester (120 Min.)

Ausgewählte Aufnahmen mit dem hr-Sinfonieorchester
•Bach: Oboenkonzert d-Moll BWV 1059 (François Leleux / Andrés Orozco-Estrada)
•Schostakowitsch: 1. Cellokonzert Es-Dur op. 107 (Steven Isserlis / Paavo Järvi)
•Rebel: Orchestersuite "Les Eléments" (Gottfried von der Goltz)
•Copland: Appalachian Spring (Alexander Shelley)
•Haydn: Sinfonie Nr. 96 D-Dur (Hugh Wolff)


18:00 Feature (60 Min.)

Einmal hat mir mein Mann zu Weihnachten einen Besen geschenkt
Die amerikanische Schriftstellerin Grace Paley
Manuela Reichart

"Grace Paley gehört zu einer seltenen Gattung von Schriftstellern mit einer Stimme, wie niemand sonst sie hat: komisch, traurig, bescheiden, energisch, genau", schwärmte einst Susan Sontag von der – 2007 gestorbenen, in Amerika hoch angesehenen – Autorin. Geboren wurde Grace Paley als Tochter jüdischer Einwanderer am 11. Dezember 1922 in New York, berühmt mit ihren Kurzgeschichten, in denen – fast immer aus weiblicher Perspektive – von den "kleinen Widrigkeiten des Lebens" erzählt wird. Sie war engagierte Feministin und Friedensaktivistin, eine der prägenden Autorinnen der amerikanischen Frauenbewegung in den 70er Jahren. Ihre Short Stories wurden in neuen deutschen Übersetzungen wiederentdeckt und damit eine literarische Stimme, die stets dem gesprochenen Wort, dem Klang der Sprache auf der Spur war und die absurden Wendungen des Alltags ins Zentrum rückte: "Einmal hat mir mein Mann zu Weihnachten einen Besen geschenkt. Das war nicht recht. Niemand kann mir erzählen, er hätte es nett gemeint." Eine Wiederholung anlässlich des 100. Geburtstags der Schriftstellerin.


19:00 hr-Bigband (60 Min.)


20:00 Händels "Messias" mit "Voces8" aus Nürnberg (120 Min.)

"Rejoice", "He was despised" – und das unverwüstliche "Hallelujah": Mit seinem Oratorium "Messiah" hat Händel ein Werk voller Ohrwürmer geschaffen, das bis heute in den Bann zieht – zumal, wenn britische Experten der Alten Musik wie das Vokalensemble Voces8, die Academy of Ancient Music und der Dirigent Barnaby Smith am Werke sind.
Mary Bevan, Sopran
Alexander Chance, Alt
Gwilym Bowen, Tenor
Dingle Yandell, Bass
Voces8
Academy of Ancient Music
Leitung: Barnaby Smith
Händel: Messiah HWV 56
(Aufnahme vom 25. Juni 2022 aus der St. Sebald Kirche)

Eine Art musikalische Biografie über Jesus Christus hatte Händel im Sinn, als er seinen "Messiah" 1742 schrieb – inspiriert von den Bibeltexten, die ihm sein Librettist Charles Jennens zusammengestellt hatte. In noch nicht mal einem Monat stellte Händel das Werk, inklusive Partitur, fertig. Als Opernunternehmer in London gescheitert, gelang Händel in Dublin mit seinem Oratorium ein beispielloser Triumph – und schließlich trat sein "Messiah" auch in Londons Konzerthäusern seinen Siegeszug an. Noch heute werden Teile aus dem Oratorium immer am 13. April, dem Jahrestag der Uraufführung, in der Nähe der ehemaligen Great Music Hall in Dublin draußen, unter freiem Himmel, aufgeführt.


22:00 Hörspiel-Premiere (60 Min.)
9 Dinge, die Du 2035 nicht erwartet hättest
- #6 wird Dich umhauen! Von Arne Salasse und Léon Haase

Das Hörspiel schaut in die neblige Glaskugel und taucht ein in Szenen unserer nahenden Zukunft:
Was wäre, wenn …
…uns Flügel wachsen könnten?

Was wäre, wenn sich Algorithmen ineinander verlieben, wir endlich den Mars besiedeln würden und Büroflächen zu kollektivem Wohnraum umfunktionieren? Was wäre, wenn die Flüsse mit uns reden oder uns eine mitfühlende und umsorgende Handystimme als Retterin in der Not dauerhaft zur Seite steht? Wir wissen es nicht, aber die Zukunft ist als Komödie oder Tragödie gleichermaßen denkbar. Mit Jonas Dassler, Susanne Wolff, Patrick Güldenberg, Lou Strenger, Sascha Nathan, Nele Rosetz, Cathlen Gawlich, Felix von Manteuffel, Jörg Schüttauf, Barbara Philipp, Leslie Malton u.v.a.


23:00 – 24:00 Hörbar (60 Min.)

Musik grenzenlos und global – Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich  

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

*


Quelle:
hr2 – Programminformationen
48. Woche – 28.11. bis 04.12.2022
Hessischer Rundfunk
60222 Frankfurt am Main
Tel. 069/155-1, Fax: 069/155-290
Internet: www.hr-online.de

veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 18. November 2022

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