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WIRTSCHAFT/8791: Nachrichten - BR Text 08.11.2018


BR Text vom 08.11.2018 - Nachrichten Wirtschaft


+++ Ryanair: Tarifvertrag für Personal +++ Autobauer zu weiteren Zahlungen bereit +++ Umbau belastet Siemens-Geschäft +++ München in Städteranking vorn +++ Produktion der neuen BWM-Modellfamilie +++ Wanzl-Beschäftigte machen Druck +++ Überprüfung der Fusion von Vodafone mit Unitymedia geplant +++ Opel bekennt sich zum Erhalt seiner zehn europäischen Werke +++ Gewinnrückgang bei BayWa +++

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Ryanair: Tarifvertrag für Personal

Der irische Billigflieger Ryanair und
die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi
haben sich im Streit um einen Tarif-
vertrag für Flugbegleiter geeinigt.

Verdi teilte mit, es gebe eine "Vorver-
einbarung zu einem Tarifvertrag". Eck-
punkte sind demnach die Anwendung deut-
schen Arbeitsrechts, Verbesserungen der
Arbeitsbedingungen und Lohnerhöhungen
sowohl für angestellte Kabinenbeschäf-
tigte wie auch für Leiharbeitnehmer.

Eine Entscheidung werde erst nach einer
Mitgliederbefragung am 13.11. erfolgen,
so Verdi. Problematisch sei, das Ryan-
air keine Betriebsräte zulasse.

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Autobauer zu weiteren Zahlungen bereit

Bundesverkehrsminister Scheuer/CSU und
die deutschen Autohersteller haben in
Gesprächen zur Hardware-Nachrüstung äl-
terer Diesel einen Kompromiss gefunden.

Die Hersteller hätten zugesagt, Autobe-
sitzer mit zusätzlich bis zu 3.000 Euro
zu unterstützen, so Scheuer nach einem
Branchen-Spitzentreffen. Dies gelte für
die 15 Städte, wo die Schadstoff-Grenz-
werte am meisten überschritten würden,
und für Kunden, die nicht mit Umtausch-
prämien auf sauberere Autos umstiegen.

Allerdings fehlen laut Scheuer derzeit
noch die technischen Voraussetzungen
für die Umrüstungen.

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Umbau belastet Siemens-Geschäft

Der Umbau der Kraftwerkssparte hat den
Siemens-Gewinn eingeschränkt.

Wegen hoher Personalkosten ging der
Quartalserlös binnen Jahresfrist um 46
Prozent auf 681 Millionen Euro zurück,
wie das Unternehmen mitteilte. Der Um-
satz stieg um zwei Prozent auf 22,6
Milliarden Euro. Im Gesamtjahr verdien-
ten die Münchner 6,12 Mrd. Euro - nach
6,09 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Umsatz
stieg von 82,86 auf 83,04 Mrd. Euro.

Bislang seien heuer 301 Millionen Euro
für Personalabbau ausgegeben worden,
hieß es weiter. Insgesamt will Siemens
2.900 Stellen in Deutschland abbauen.

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München in Städteranking vorn

München ist beim Städtevergleich der
"Wirtschaftswoche" zum sechsten Mal in
Folge auf Platz eins gekommen.

Bei der Wirtschaftskraft rangierte Bay-
erns Landeshauptstadt in dem bundeswei-
ten Ranking wie 2017 vor Ingolstadt und
Stuttgart. In die Top Ten der 71 kreis-
freien größeren Städte kamen zudem Er-
langen, Regensburg und Würzburg.

Für die Studie werden u.a. Wirtschafts-
struktur, Arbeitsmarkt, Immobilien,
Forschungsstärke und Lebensqualität be-
wertet. Demnach geht es Städten südlich
des Mains deutlich besser als Kommunen
im Ruhrgebiet.

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WIRTSCHAFT KURZMELDUNGEN

Dingolfing: Vier Monate nach dem Pro-
duktionsstart des neuen BMW 8er Coupe
ist auch die Cabrio-Version angelaufen.
Das Textilverdeck lasse sich binnen 15
Sekunden vollautomatisch öffnen oder
schließen, hieß es von BMW. Erhältlich
sei der Wagen ab kommendem Frühjahr.
Wie der Autobauer mitteilte, wurde für
die Produktion der neuen Modellfamilie
in Dingolfing ein niedriger dreistelli-
ger Millionenbetrag investiert.

Leipheim: Beim weltgrößten Einkaufswa-
genbauer Wanzl haben über 200 Beschäf-
tigte mit einer "aktiven Mittagspause"
Druck auf die laufenden Tarifverhand-
lungen gemacht. Unternehmen und IG Me-
tall wollen bis Jahresende einen Tarif-
vertrag aushandeln.

Bonn: Das Bundeskartellamt hat bei der
EU-Kommission beantragt, die geplante
Fusion von Vodafone mit dem Unitymedia-
Mutterkonzern zu überprüfen. In
Deutschland könne die Übernahme den Ka-
bel-TV-Markt und die Telekommunikation
erheblich verändern, warnte Behörden-
chef Mundt in Bonn. Unitymedia und Vo-
dafone bedienen zusammen 15 der insge-
samt 17,6 Millionen Kabel-TV-Haushalte.

Rüsselsheim: Nach einem Jahr Unterneh-
mensumbau hat Opel sich zum Erhalt sei-
ner zehn europäischen Werke bekannt.Man
wolle Opel als nachhaltige und erfolg-
reiche Marke erhalten, sagte Firmenchef
Lohscheller. Dafür müssten u.a. die
deutschen Werke Rüsselsheim, Eisenach
und Kaiserslautern bestehen bleiben.

München: Beim Agrardienstleistungskon-
zern BayWa ist der Gewinn in den ersten
neun Monaten um über zwei Drittel zu-
rückgegangen. Ursache waren v.a.
schlechte Geschäfte mit erneuerbaren
Energien, wie das Unternehmen mitteil-
te. Das operative Ergebnis sank daher
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von
90 auf 28 Millionen Euro.

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Quelle:
BR Text
Bayerischer Rundfunk, Programmbereich Bayern 3 - Jugend - Multimedia
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