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WIRTSCHAFT/7503: Märkte und Finanzen - 12.08.2017 (SB)


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Bolivien baut Lithium-Industrie für den Weltmarkt auf

Bolivien verfügt mit schätzungsweise mehr als neun Millionen Tonnen Lithium über größere unerschlossene Ressourcen des für moderne Akkumulatoren benötigten Leichtmetalls als der derzeitige Marktführer Chile mit Reserven von 7,5 Millionen Tonnen. Die Regierung in La Paz will den Abbau von Lithiumkarbonat am über 10.000 Quadratkilometer großen Salzsee Salar de Uyuni mit mehreren Projekten fördern. Dazu wurden in Pilotfabriken zunächst 20 Millionen US-Dollar investiert. Langfristig hält die Regierung 800 Millionen US-Dollar bereit. Die vom Thüringer Unternehmen K-Utec geplanten Anlagen sollen 30.000 Tonnen Lithiumkarbonat im Jahr produzieren. Am Weltmarkt wurden zuletzt bis zu 13.000 Dollar für eine Tonne Lithiumkarbonat gezahlt. Noch lohnender wird für Bolivien der geplante Einstieg in die Batterieproduktion sein. Auch dabei sollen internationale Partner helfen. Zur Zeit liefern Chile, Australien und Argentinien 90 Prozent des am Weltmarkt gehandelten Lithiums.

12. August 2017


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